Zeetah´s Page

___Hallo Mithunde, Katzen und Menschen !

Merlin meldet sich zu Wort. Zum Thema Katzen.
Von meiner Schwester Zeetah weiß ich, daß nicht in jeder Haushöhle automatisch eine Katze lebt. Hab’ ich aber eine zeitlang geglaubt, denn als ich zu meinem  Menschen kam, war da schon Jeanny. Wir hatten 6 schöne Jahre zusammen, sie hat mir Katzensprache  und –benimm beigebracht. Jeanny war ziemlich alt und nicht mehr gesund, als sie unser Rudel Ende letzten Jahres verließ. Ich habe sie vermisst, und mein Mensch verbreitete sehr traurige Schwingungen.

Nun sind Kater Linus und ich gerade mit unserem Menschen  umgezogen, und eigentlich sollte das an Neuerungen reichen.

 War es aber nicht. Es gab

 K A T Z E N W E L P E N A L A R M    !!!!

Wißt ihr, die kleinen fauchenden, kratzenden Fellbälle.
Katzenmädchen Lucy, schwarz, frech, vorlaut, verfressen, wild.
Ein rücksichtsloser Rutengrabscher und Schnauzbartzauser.



„Oh, so eine liebe Katze",  säuselt unser Mensch.
Hat die eine Ahnung ! Linus hatte damals jedenfalls Respekt, um nicht zu sagen, Angst vor mir. Darauf kann man aufbauen, denn ich bin (jedenfalls was Katzen angeht) ein sehr sensibler, rücksichtsvoller Rüde.

Aber Madame...!
Madame schläft in meinem Bett !!! (Okay,ich teile es mit meinem Menschen, wenn es mir nicht zu warm darin ist.)

Madame schafft es mit mickrigen 850 g, den gesamten Schoß unseres Menschen zu belegen, klettert Beine hoch, steckt nicht nur ihren Mini-Kopf in unseren Futterschrank, sondern wandert darin suchend umher, mitten in meinen Leckerlis.
MEINE Leckerlis!!!

Und es kümmert Madame überhaupt nicht, ja ich habe sogar den Verdacht, daß sie ihn nicht einmal registriert....meinen drohenden, strafenden Blick.
Und ich hab’ diesen Blick drauf, da haben schon große Rüden den Schwanz eingekniffen, sag ich euch.

Dann wuselt sie ständig um meine Pfoten herum und will sich daran kuscheln und reiben.
Sag doch mal einer diesem Katzenbalg, daß ich kitzlig bin, sonst denkt die noch, ich nehme vor ihr Reißaus,
wenn ich meine Tatzen in Sicherheit zu bringen suche.

Kater Linus hat im ersten Augenblick auch nicht gerade intelligent aus dem Fell geguckt.....

Was soll denn das sein ? fragte er.
So klein und schon Katze ?
Jedenfalls benahm sie sich kätzisch. Ein Buckel, ein Hauch von Fauch, abwarten und Nasenkuß.

Ach, kann man vergessen, die Bruderschaft zwischen Kater und Rüden. Der große Kerl schmolz dahin wie Eis auf der Hundezunge, legte sich auf den Rücken, beglotzte sie mit verliebten Augen  und gurrte sie an. Sie gab ihm frech eins mit der schwarzen Minipranke auf die Nase, und das besiegelte sein Schicksal. Er liebt den schwarzen Teufel. Sie wickelt ihn um die Kralle und ist erst 8,5 Wochen alt. Was soll daraus noch werden ?

Also mich kriegt sie nicht so serviert. Natürlich muß ich auf sie aufpassen, schließlich ist sie bei aller Wildheit doch noch recht zerbrechlich und unbedarft. Und wenn ihr sie sehen könntet, mit ihrem Hoppelgalopp, Treppe rauf und runter bis in den Keller springend, sich wendend und, mein lieber Knochen, die spielt einen Pfotenball, da kriegen Profis glitzernde Augen.
Wer würde da auf ein gemeinsames Spiel verzichten ?

Riechen tut sie auch gut. Ich grabe gern meine Nase in ihr Babyfell.

„Och, Merlin", quakt mein Mensch dann, wenn ich gerade vorher getrunken habe. Was kann ich für meinen langen Schnauzerbart und das Wasserreservoir, das sich dort von selbst anlegt, um auf dem Katzenrücken entleert zu werden? Nichts !
Linus quakt mich doch deswegen auch nicht an, und er ist nun wirklich kein Wasserfreund.

Ich bewache sie gut, und wenn mein Mensch mich fragt, wo die Katze ist.... Ich, Merlin, kann sofort hinführen. Ich habe den absoluten Überblick- und –geruch hier im Rudel.

Und die Nachbarn, die so begehrliche Blicke auf meine wunderschöne Mini-Pantherdame werfen, sollen brav auf der anderen Seite des Gartenzaunes bleiben.
Hab’ ich ihnen schon deutlich rübergeschnauzt, und ich drücke mich sehr verständlich aus.

Unser Mensch ist überaus beeindruckt von der Toleranz, die Linus und ich so selbstverständlich unser eigen nennen. Eine Fremde so liebevoll aufzunehmen, ohne Vorbehalte dieses „Willkommen im Familienrudel"; das beeindruckt Menschen.

Zu recht, wie ich meine. Aber wir Rüden und Kater können nicht anders, es ist nun einmal unsere Natur, dieses liebe- und rücksichtsvolle, dieses sensible, tolerante, hilfreiche, intelligente, gütige, beschützende, selbstlose und bescheidene.
So sind wir Männer nun einmal !

Und wenn mein Mensch dahinschmilzt und mich anschnurrt:
„Du bist ein wundervoller Hund, Merlin." Dann lege ich ihr mit vertrauter Geste die Pfote auf den Arm und schaue ihr tief in die Augen, in denen deutlich zu lesen steht:

„Könntest Du Deinen Ausdruck der Bewunderung in eine etwas materiellere Form wandeln ? Vielleicht in eine keksartige ? Oder einen Knochen, ein Steak, eine gegrillte Pute und Eis mit Sahne. Ja ? Oh, gib’ schon! Gib’ mir ! Mir allein !Die Katzen sind satt!!!!"

Mit freundlichem Wuff
Euer
Merlin Riesenschnauz

Hamburg, den 18.06.2002
i. A. Britta Thordsen


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