Zeetah´s Page

Zeetah bestellt beim Universum

reklamationen Hallo, ihr Schnüffelnasen, Schlapp- und Spitzohren! Immer wieder habt ihr gefragt, wie das denn angefangen hat mit Zeetah´s Page. Hier ist mein allererster Text, veröffentlicht in Bärbel Mohrs "Reklamationen beim Universum", und er steht jetzt auf Zeetah´s Page mit freundlicher Genehmigung des Omega Verlages. Herrchen hatte gerade Bärbels Buch "Der Kosmische Bestellservice" gelesen, und wir beide waren auf Tour, um mal auszuprobieren, was an dieser Idee dran ist. Ratet mal, wer die besseren Resultate erzielte! Ich habe übrigens nichts dazu erfunden. Hier kommt mein Bericht:

Gestern war ich mit meinem Herrchen unterwegs. Damit es mir nicht so langweilig wird, habe ich mir gleich einen Ball bestellt, den ich mir unter einer Hecke auf dem Weg abholen konnte. Es war ein sehr schöner Ball, orangerot, mit nicht zu viel Luft, damit man richtig griffig darauf herumbeißen kann. Herrchen wollte natürlich wieder nur das alberne "Bring"-Spiel mit mir machen, und ein paar Mal bin ich ihm auch entgegen gekommen, man ist ja nicht so.

Als wir dann zu den schönen Wiesen kamen, habe ich natürlich gleich begonnen, den Ball zu verbuddeln. Ich tue es gar nicht richtig, grabe nur ein wenig den Boden auf, zerbeiße die Grassoden und teste, ob der Ball hineinpassen würde. Dann nehme ich ihn aber meistens wieder mit. also verstehe ich auch gar nicht, was Herrchen immer hat, wenn er dann "pfui" schreit und sich gebärdet wie Rumpelstilzchen. Rasen ist doch zum Aufbuddeln da, oder? Frag mal die Maulwürfe. Ich grabe ja auch extra keine Löcher auf dem Weg, wo jemand hinein treten und sich den Fuß verstauchen könnte. Zweibeiner haben ja immer nur einen Fuß in Reserve. Das sehe ich schon ein.

Normalerweise bin ich ein sehr kooperatives Tier, aber ab und zu ist auch Weghören und Weitermachen angesagt. Besonders, wenn es ums Bälleverbuddeln geht. Hast du es mal versucht? Das ist einfach das Größte. Herrchen würde sich schon wieder beruhigen, dachte ich. Hat er aber nicht. Er hat den Ball in einen Strauch gelegt, so etwa in seine Augenhöhe, und ist einfach weiter gegangen. Ich habe das als sportliche Herausforderung gesehen und mir den Ball wieder geholt, bin an Herrchen vorbeigezogen, ohne ihn eines Blickes zu würdigen, und habe mir den nächsten Buddelplatz ganz genau ausgesucht. Mitten auf der Wiese, ganz weit weg vom Weg. Und dann fing er doch tatsächlich wieder mit seiner "Pfui"-Nummer an! Gut, dass niemand vorbei kam und ihn so sah. Wäre mir echt peinlich gewesen.

zeetah buddelt_01

Er hat dann den Ball noch zweimal in einen Strauch gelegt und zweimal ins Wasser geworfen - für mich alles keine Hürden. Beim letzten (6. oder so) Mal allerdings hat er sich einen Baum ausgesucht und den Ball so hoch in eine Astgabel gelegt, dass ich ihn mit normalem Springen nicht hätte erreichen können. Um mich nicht zu überanstrengen, habe ich ich mich lieber unter den Baum gesetzt und kräftig gebellt. Ich habe eine schöne tiefe Stimme, die richtig weit trägt. Normalerweise mag er das morgens nicht so gerne und tut, was ich will, damit Ruhe ist, aber diesmal ist er einfach weiter gegangen. Typisch Mensch, immer gleich beleidigt.

Ich habe mir dann beim Universum bestellt, dass mir jemand mit mehr Verständnis den Ball aus dem Baum holt - und richtig, gleich nachdem Herrchen außer Sicht war, kamen zwei ältere Damen auf dem Rad vorbei und gaben mir den Ball wieder. Als sie Herrchen überholten, sagten sie noch, es sei ja wohl nicht in Ordnung, dem Hund den Ball in den Baum zu legen, und Herrchen meinte nur, das sei eine längere Geschichte. Niemand wollte sie hören.

Ich habe uns dann einen zweiten Ball bestellt, damit Herrchen selbst einen hat und mich in Ruhe buddeln läst, und das mit dem zweiten Ball hat auch gleich geklappt. Sein Tennisball war aber schöner als meiner, und deshalb habe ich den übernommen und den alten Ball Herrchen angeboten. Aber er zierte sich, von wegen keine Luft drin, Matsch und so. Dann musste er eben ohne Ball nach Hause kommen. Nicht mein Problem. Ich ließ den alten Ball nun einfach für einen Kollegen liegen.

Also, lieber Leser, sag deinen Menschen, wenn sie beim Universum bestellen lernen wollen, sollen sie sich einfach ihre Haustiere als Vorbild nehmen. Ein Hund bekommt immer, was er will. Und von Katzen erzählt man sich hinter vorgehaltener Pfote bei uns dasselbe.

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