Schmieden Sie Ihren teamerfolg!

Erfahrungen mit förderlicher Unternehmenskultur

Als ich kürzlich einen Vortrag hielt, in dem ich Menschen, Familien, Teams und Unternehmen als lebendige Systeme darstellte, die grundsätzlich nach denselben Prinzipien wachsen und zu Grunde gehen (nur die Zeiträume variieren), sagte mir einer der Zuhörer: "Unternehmen sind von sich aus gierig, weil sie Gewinne erzielen und steigern müssen, um wettbewerbsfähig zu sein." Ein verbreitetes Missverständnis.

Am Beispiel kleiner lebendiger Systeme verstehen wir dies sofort. Ein gieriges Krebsgeschwür, das nur auf sein eigenes Wachstum bedacht ist und sich gegenüber dem System "Körper" schädigend verhält, ruiniert seine Existenzgrundlage: entweder wird es von den systemerhaltenden Kräften (Immun-Abwehr + medizinische Maßnahmen) zerstört, oder es zerstört den Wirt und stirbt mit ihm. Krebs hat keine Zukunft, weil er nur sein eigenes Wachstum betreibt, aber nichts zum Erhalt des umgebenden Systems beitragen will, auf dessen Unterstützung er angewiesen ist.

Ein charismatischer Verkäufer, der Menschen dahin manipuliert, ihm wertlose Produkte oder Leistungen abzukaufen, verspielt seine Zukunft, weil die Hypnose bald nachlässt und seine enttäuschten Kunden die Nachricht von seiner Unglaubwürdigkeit schleunigst weitergeben: eine Warnung verbreitet sich dreimal so schnell wie eine Empfehlung.

Eine Firma, die dadurch Gewinne erzielt, dass sie ihre Mitarbeiter missachtet und ihre Lieferanten zu existenzgefährdenden Konditionen zwingt, verliert das wertvollste Potenzial in einer Zeit dramatischer Umbrüche: Loyalität, Kreativität und Initiative für gemeinsame Lösungen. Geld mag Energie sein, aber es ist nicht lebendig. Menschen, Teams und auch Wettbewerber sind lebendige Systeme. Lebendige Systeme sind kreativ und potenziell unberechenbar: sie erzeugen neue Chancen, neue Wege, neue Strategien. Aber auch neue Risiken und Herausforderungen.

Die wachstumsfähigste biologische Einheit ist nicht das Individuum, sondern die Gruppe. Ein "kreuzkatalytisches Netzwerk" aus Individuen, die selbst in der Lage sind, ihre Fähigkeiten immer besser zu entfalten und einander in ihrem Wachstum unterstützen, hat die größten Wachstumschancen auf allen Gebieten. Es wird in dem Maße Unterstützung umgebender oder übergeordneter Systeme erfahren, in dem es fördernd und nicht schädigend wirkt. Ein Unternehmer, der es versteht, seine Mitarbeiter und Teams zu kreuzkatalytischen Netzwerken zusammenzuschließen, wird - sofern seine Produkte und Leistungen nutzenbietend und nicht schädigend sind - auf Dauer stabilere Gewinne erzielen und vor allem sein immaterielles Kapital ständig erhöhen: die Bereitschaft, zusammenzustehen, Fehler in Lerngewinnen und Chancen zu verwandeln und neue Wege zu finden, wenn am Markt ein kalter Wind weht.

Genug der Vorrede. Getreu der Definition von Stephen R. Covey:

"Ziel eines Unternehmens ist:
das materielle Wohl und die Lebensqualität aller an seinem Erfolg Beteiligten zu mehren."

möchte ich an dieser Stelle Informationen über Unternehmen zusammentragen, deren Kultur das Wohl des Menschen ernst nimmt: das Wohl der Mitarbeiter und den echten Nutzen für den Kunden höher bewertet als die Chance, kurzfristig Kosten einzusparen oder Umsätze zu steigern. Ich freue mich auf Ihre Zuschriften und beginne mit einigen Informationen aus der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" vom 14. Februar 2002. Der Beitrag heißt: "So soll Arbeit Spaß machen" und stammt von Mirjam Mahler.

Das erschreckende Kontrastprogramm liefert die Gallup-Studie von 2001 über Mitarbeitermotivation in Deutschland. Ich freue mich über Ihre Gedanken und Erfahrungen zu diesem Thema. Mailto: rechlin@erfolgsschmieden.de.

Und wenn Sie wissen möchten, was Sie aus SchmiedeSicht für Ihr Team tun können, clicken Sie bitte hier.


Mirjam Mahlers Beitrag    -    Gallup-Studie 2001 zur Mitarbeitermotivation   -  Wertewandel   -   [home]